Positives von der Post – bitte melde dich

pttDem Beobachter ist aufgefallen, dass bei der Schweizerischen Post auffällig viele Langzeitkranke bei erstbester Gelegenheit gekündigt wird. Er berichtet von verschiedenen Personen, die teilweise Jahrzehnte im Bundesbetrieb angestellt waren und nun in kürzester Zeit wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen wurden. Weil sie in einer Lebenskrise sind, sich verletzt haben oder eine langwierige Krankheit nicht mehr los werden. Auch wenn sich die Post im legalen Bereich bewegt, ist es für den einst als sozialen Arbeitgeber bekannten Betrieb mehr als peinlich, dass der schnellstmögliche Kündigungstermin wahrgenommen wird. Reintegration? Respekt vor dem Alter? Berücksichtigung langjähriger Treue? Nicht bei der Post.

Das ging mir vor sieben Jahren nicht viel anders. Eine Depression, hervorgerufen durch Trennung und Verlustängste, kam der Post sehr gelegen. Schliesslich musste man ohnehin zwei, drei „teure“ Mitarbeiter loswerden und an deren Stelle ungelerntes und damit billigeres Personal einsetzen. Die Leiter der Zustellregionen hatten damals klare Vorgaben diesbezüglich. 21 Jahre war ich immer da, selbst in den Ferien half ich aus, wenn einer ein „Bobo“ hatte. Alles nichts Wert. Den letzten Brief habe ich an einem Samstagmorgen in der Buhalde in Suhr zugestellt – übrigens einen Tag nach meiner Entlassung. Wegen zu wenig Personal.

Ich will wirklich nicht auf alten Geschichten rumreiten. Wenn man es im Ganzen betrachtet, kann ich mich heute glücklich schätzen, ist es gekommen wie es gekommen ist. „Sei froh, bist du micht mehr bei der Post“, wird mir  ständig gesagt. So oft, dass ich Mäuschen gespielt und ich mich umgehört habe. Fazit: So schlimm wie damals ist es nicht. Es ist noch viel schlimmer.

Als Arschkriecher hat man es besonders leicht, sagt man. Das gepflegtere Wort ist „Opportunismus“. Als ich 20 Jahre alt war konnte ich jederzeit und trotz Schicht an jedes Spiel meines Lieblingsvereins. Meine damaligen Chefs waren sportbegeistert und wenn ein Angestellter etwas mit Sport zu tun hatte, ging nahezu alles. Das hat sich bis heute nicht geändert, nur dass sich die Profiteure des Systems in einer schier unappetitlichen Art bei Vorgesetzten anbiedern. Da erfahre ich zum Beispiel von Mitarbeiterin Anita und Mitarbeiter Beni. Beide unzufrieden mit ihrer Arbeit, flippen sie binnen weniger Wochen wegen der Überlastung aus. Anita, seit 20 Jahren bei der Post, verliert den Job. Beni hat einen Wunsch frei und wird nach wenigen Stunden versetzt. Wie konnte das passieren? Vielleicht, weil Beni seit Neustem im gleichen Turnverein turnt wie der Chef? Vielleicht, weil Anita übergewichtig ist und von Sport etwa so viel hält wie Miley Cyrus von Kleidern? Wir wissen es nicht.

Da wo Beni heute arbeitet, sind auch andere Menschen angestellt, die ihre Ferien schon vor einem halben Jahr eingetragen haben. Weil es zu Überschneidungen kam, musste Mitarbeiterin Conny, seit 14 Jahren bei der Post, zurück stecken. Vordergründig, weil sie keine Kinder im schulpflichtigen Alter mehr habe. Der wahrere Grund dürfte mit der Aussage von Beni an Conny zu tun haben: „Du kannst ja kündigen wenn es dir nicht passt“. Auch Mobbing ist allgegenwärtig.

Bis heute konnte mir noch niemand eine wirklich positive Geschichte zum Thema Post erzählen und der Beobachter hat wohl recht. Die Kommentarfunktion ist offen, vielleicht werden wir ja noch eines Besseren belehrt.

Spirit, die Spannung und das Gefühl

Sponsored by Nissan

Verrückt was die Autos heutzutage alles können. Es ist fast wie mit den Handys: bei denen ist Telefonieren auch nur Nebensache. „Nissan Juke Nismo“ heisst die neuste Erfindung von Nissan und definiert nach deren Angaben Performance neu. Nicht nur Leistungswerte sind wichtig, sondern der Spirit, die Spannung und das Gefühl. Sagt Nissan. Und um dieses Gefühlder Spannung auf die Spitze zu treiben, kann man seine Performance nun auch mit anderen Nutzern vergleichen. Ich hoffe nur, „mache aus jeder Fahrt in deinem Auto eine spannende Herausforderung“ (wie es im Video heisst) und der Vergleich zum Motorsport verleite nicht dazu, die Strasse mit einer Rennstrecke zu verwechseln. aber schaut selbst.


Veröffentlicht unter Video

Das Arolfinger Lokalfernsehen

Im beschaulichen Niedergösgen beheimatet, nahe dem Kernkraftwerk und unweit der schönsten Schlosskirche der Schweiz, behauptet sich nun schon einige Jahre der Lokalsender ALF in der grossen weiten TV-Landschaft. «Aus der Region – für die Region» wollte man schon 1997 berichten und blieb diesem Grundsatz bis heute treu. Die «Region» um die es geht, erklärt sich dabei aus dem Namen «ALF», was ein Kürzel für «Arolfinger Lokalfernsehen» ist, wobei Arolfingen wiederum eine Wortschöpfung aus Aarau, Olten und Zofingen ist, wo selbstredend das Sendegebiet angesiedelt ist.

Hanspeter Schaufelbühl, Ruedi Vorburger und Roli Marti
sind ein eingespieltes Team

Ruedi Vorburger ist Talker im ALF. Er moderiert den „Talk im Schlosshof“ der bei meinem Besuch im Studio gerade aufgezeichnet werden soll. Als „Vorbi“ den Raum betritt ist der Geschäftsführer des Senders Werner Baumann bereits anwesend. Dieser ist gleichzeitig für die Technik, Regie und den Schnitt zuständig und hat bereits alles vorbereitet. Das ALF-Team kennt sich seit vielen Jahren. Roli Marti, der für diesen Sender auch das Sportgefäss «Goal» produziert und einen kleinen Apèro für mich vorbereitet hat, erzählt mir über die doch beachtlichen Umsatzzahlen. „Wir kommen mit einer schwarzen Null raus, aber vor allem, weil wir alle eherenamtlich arbeiten.“ Es ist also mehr ein Hobby als ein Geschäft? „Ja, auf jeden Fall!  Wir sind froh, wenn wir am Ende des Jahres einen Teil unserer Auslagen vergütet erhalten. Die Zeit darf man dabei nie rechnen. Es ist wie jemand, der in der vierten Liga Fussball spielt oder im Samariterverein mitmacht. Der investiert auch viel Zeit und verdient nichts dabei – oder bestenfalls mal ein positives Feedback.“

Geschäftsführer Werner Baumann am Regiepult

Wer nun aber meint, «ehrenamtlich» vertrage sich nicht mit «professionell», täuscht sich. Tatsächlich sind die Abläufe nicht nur tausendfach erprobt, das ALF-Team ist ein eingespieltes Team und liefert gute Arbeit ab. Besonders wenn über bekannte Persönlichkeiten berichtet werden kann, glüht das Feuer in jedem Einzelnen. Marti erzält mir, wie er einst im Restaurant um die Ecke ganz zufällig Mark Streit und Martin Gerber antraf, die wohl grössten Eishockey-Kaliber, welche die Schweiz je in die NHL exportiert hat. „Da konnte ich natürlich nicht anders, ich musste meine Kamera holen“ gibt der TV-Mann mit einem Funkeln in den Augen zu.

Horrormeldungen und Sensationsjournalismus gehören nicht zum Repertoire des Lokalsenders, der seine Studios im Bally-Areal in Schönenwerd einrichten konnte und durch Verteilung via Kabel eine Reichweite von 180’000 Haushalten besitzt. Man setzt auf Geschichten von Menschen und Events in der Region. Konzertmitschnitte gehören ebenso zur Themenvielfalt wie Sportberichte, Polit-Talks und Kulturereignisse in der Region. Auch bei meinem Besuch im Studio ist eine bekannte und beliebte Politikerin angekündigt und mich beschleicht ein bisschen der Verdacht, das Salzgebäck sei doch nicht für mich bereit gestellt worden. Pascale Bruderer soll dem Sender ein ausgedehntes Interview geben und man merkt auch hier den Machern wieder die Vorfreude an. Die 2010 als Nationalratspräsidentin amtierende SP-Frau soll über das zu Ende gehende Politjahr befragt werden. Ich konnte noch „das ist doch auch ein bisschen wie Lohn, wenn man jemanden wie Frau Bruderer treffen kann“ sagen, schon stand die zierliche Frau in der Türe. Doch wo sind die Bodyguards? Nichts da. Welch erfrischend natürliche Erscheinung sich uns präsentiert. „Wir können uns doch alle du sagen, oder?“ Pascale ist keine politische Nervensäge, sondern einfach mal Mensch. Freundlich, interessiert, zielstrebig. Eigenschaften, die man sich von manch anderem Politiker auch wünschen möchte, egal welcher Partei sie angehören. Und dass sie ihre Hündin Kala dabei hatte, macht die ganze Sache noch sympathischer.

Pascale Bruderer weiss etwas zu erzählen und zieht den Zuhörer in ihren Bann.

Nun geht die Aufzeichnung los. Hanspeter Schaufelbühl und Roli Marti stellen sich hinter Ihre Kameras und „Vorbi“ stellt die ersten Fragen. Am Regiepult sitzt Werner Baumann, regelt Lautstärke und schneidet das Bild. „Frau Bruderer ist eine gute Rednerin“ sagt’s und «Werni» lehnt sich gemütlich zurück. Er weiss, dass er bei diesem Interview nicht viel rumschneiden muss, denn da sitzen sich zwei Gesprächspartner gegenüber, die sich das Reden gewohnt sind. Nach 40 Minuten ist die Aufzeichnung vorbei.

Ruedi Vorburger moderiert die Sendung „Talk im Schlosshof“

Gefallen hat mir die Aussage von Pascale Bruderer, dass es auch ein „Leben neben und nach der Politik“ gibt und geben wird. Klar habe sie viele Berühmtheiten getroffen, wie einst den Dalai Lama. In ebenso schöner Erinnerung würden ihr aber auch Begegnungen mit Menschen bleiben, die ihr auf der Strasse einfach mal ein Feedback gäben. Noch zwei, drei Scherze und schon entschwand die vife Politikerin durch die Alf-Türe.

Den endgültigen Schliff an den Aufnahmen macht «Werni» zu Hause, zuweilen sich die restlichen Mitarbeiter bereits für die nächste Aufzeichnung vorbereiten. „Es hat noch Salzstangen“ sagt Roli, bevor er wieder hinter seiner Kamera steht. Das Interview mit Pascale Bruderer wird übrigens ab heute auf ALF gesendet. Ein neues Programm gibt es jeweils ab Donnerstag und wer nicht im Sendegebiet wohnt, kann gemütlich im Archiv stöbern: www.alf-tv.ch.

Sendezeiten:
Netz Cablecom (Aarau, Olten, Zofingen): nonstop zu jeder 2. StundeNetz Technische Betriebe Suhr und Netz Geissacher: täglich 18.00 / 20.00 / 22.00 / 24.00 UhrSamstags / Sonntags zusätzlich 10.00 / 14.00 Uhr

Netz Schwängimatt: täglich 18.00 und 22.00 Uhr

Aarburg: täglich 10.00 / 14.00 / 18.00 / 20.00 / 22.00 / 24.00 Uhr

Netz Weissenstein:  Montags / Freitags / Samstags jeweils 20.00 / 22.00 / 24.00 Uhr
Erschienen am 23. Dezember 2010 im alten Goggiblog

Schlimme Nachrichten

Ein besonderes Merkmal unserer Zeit ist die allumfassende Informationsflut, die uns täglich erreicht. Man braucht im Gegensatz zu den 1980er Jahren, in denen ich aufgewachsen bin, nicht mehr drei Tage zu warten bis das Ergebnis des Freundschaftsspiels aus Südafrika übermittelt wurde. Und wenn in China der berühmte Reissack umfällt, so erfährt man das heute per Live-Ticker. Nicht geändert hat sich seither jedoch, dass schlimme Nachrichten viel schneller verbreitet werden als gute. „Was du hast zwei Kinder“? entgegnete ich erst kürzlich einem alten Bekannten, den ich wie sich herausstellte seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Von demselben drang vor einiger Zeit nur zu mir durch, dass er sich scheiden liess und die Zeitung für die er arbeitete 200 Leute entlassen hatte.

Erinnert sich noch jemand? Wie das Kind wohl lebt heute?

Manchmal sind die schlimmen Nachrichten so schlimm, dass sie von den Medien dermassen breit geschlagen werden und man gar nicht in der Lage ist die Verhältnismässigkeit zu begreifen. Ich meine, Flugzeuge die in Hochhäuser fliegen, oder Flutwellen die eine Atomkatastrophe auslösen, oder ein Spinner der in Oslo wahllos Leute umbringt. Solche Ereignisse sind so Überdimensional, dass die kleinen Katastrophen gar nicht mehr wahrgenommen werden können. In Fukushima fielen ja nicht nur Häuser um und die Gegend wurde verstrahlt, auch wenn wir ein halbes Jahr nach dem Wahnsinn die Katastrophe auf diese beiden Ereignisse reduzieren würden – wohl auch eine Folge der überdimensionalen Berichterstattung aus Japan. Tatsächlich löste das Ereignis Tausende weiterer Katastrophen aus, die jede einzelne für sich genommen und aus der Betrachtungsweise jedes Einzelnen, mindestens eine ebensolche Aufmerksamkeit rechtfertigen würde.

Ich denke da an zerrissene Familien, an verlorene Besitztümer, an Kinder die ihre Haustiere verloren haben, ihr Kuscheltier, das Spielzeug, die Fotos vom geliebten Ausflug. Auch die Erwachsenen werden nie wieder ihre Erinnerungen ausgraben können. Die schönen Hochzeitsfotos, sorgsam aufbewahrte Kostbarkeiten, die hübsch eingerichtete Wohnung. Alles weg. Und mit ihnen das zu Hause, die Existenz, womöglich die Gesundheit, die Beziehung, das soziale Umfeld und die Aussicht auf ein Minimum an Lebensqualität.

Da frage ich mich bei all diesen kleinen, schlimmen Katastrophen, die vielleicht nur wenige betreffen, aber von jedem persönlich um so grösser wahrgenommen werden, warum es die Menschen in ihrem Umfeld immer wieder schaffen, völlig unnötige Katastrophen selber zu erschaffen. Beziehungen zum Beispiel. Noch viel schlimmer: Liebesbeziehungen. Gibt es eigentlich irgend einen rationalen Grund eine Beziehung aufzubauen? Welcher masochistische Teufel hat uns geritten, dass wir trotz Wissen dass die Verliebtheit und die Emotion im Verlaufe der Zeit garantiert schwinden wird, uns trotzdem verlieben? Und warum in aller Welt bauen wir Dinge ausgerechnet auf ein instabiles Liebesgerüst?

Eine rhetorische Frage, ohne Erwartungen an eine Antwort. Vielleicht liegt es an der Natur des Menschen, vielleicht am Druck der Gesellschaft, oder am Entwicklungsrückstand gegenüber der Natur. Die weiss sich nämlich auch nach Atomunglücken zu helfen, was Menschen schon nach einem kräftigen Windstoss schon nicht mehr können. In diesem Sinne: Auf zur nächsten schlimmen Nachricht, nur so lernt der Mensch.

(Erschienen am 9. August 2011 im alten Goggiblog)

Ich, die Einzelkonstellation

Ich hätte es wissen müssen. Wenn ich von Zofingen in die Westschweiz fahren will, handelt es sich nach Ermessen der SBB um eine Einzelkonstellation. Ebenso, wenn ich am Bahnhof der Bezirkshauptstadt zehn Minuten vor Abfahrt der Zuges auf die absurde Idee komme, ein Billet kaufen zu wollen.

sbbEs tut mir wirklich leid, liebe SBB, dass ich nicht zur genormten Gattung der Zürich-Bern-Pendler gehöre, sondern auch mal ein exotisches Billet von Zofingen nach Neuenburg lösen will. Und das mitten in der Nacht, also um 16.45 Uhr. Dem Kundenbedürfnis ausgesetzt, wonach um diese Zeit am Samstag keine bediente Schalter mehr gebraucht werden, wandte ich mich an einen Automaten. Dieser konnte aber für das mitfahrende Kind keine Juniorkarte für 15 Franken ausgeben, sondern spuckte nur das gewöhnliche halbe Billet für 34 Franken aus. auf die Frage warum das so sei, folgte die copy-paste-Antwort der SBB: «Auf Ihren Wunsch auf ein Entgegenkommen können wir nicht eingehen.» Dumm nur, dass ich nur eine Erklärung wollte aber keinerlei Forderungen stellte.

Tage später fuhr ich schwarz. Von Zofingen nach Suhr. Ich musste. Der Automat verweigerte nach mehreren Kaufversuchen seinen Dienst aufgrund einer «technischen Störung». Die zweite Maschine war besetzt, andere Menschen standen an. Ebenso vor dem Schalter. Entgegen der späteren Behauptung der SBB, in Zofingen seien um diese Zeit zwei Bedienstete an den Schaltern, war da nur einer und der war in eine Reiseplanung verwickelt. Der Zug rollte praktisch an – was hätte ich tun sollen? Den Termin absagen? Während dem Hechtsprung per SMS ein Ticket lösen?

Auf meine erneute Bitte um Erklärung riet mir die SBB, ich solle eine Mehrfahrtenkarte kaufen «in ihrem Fall für die Strecke Zofingen-Olten» und «bei Einzelkonstellationen einer Reise können wir nicht immer das bestmögliche Angebot anbieten». Nun gut, dann fahre ich künftig nur noch halbschwarz und sage bei einer Billet-Kontrolle, der Kundendienst der SBB habe mir empfohlen für die Strecke nach Suhr ein Billet nach Olten zu lösen. «Ausserdem, Herr Konduktör», sage ich dann, «kann ich nun wirklich nicht bei jeder Einzelkonstellation das bestmögliche Angebot lösen.»

Veröffentlicht unter Alltag

Tage der Sonne in Triengen

triengen

An den „Tagen der Sonne“ kann man sich bei verschiedenen Anlässen in ganz Europa über Alternativen zum gewöhnlichen Energieverbrauch informieren. In Triengen fand eine etwas kleinere Veranstaltung statt, die ebenfalls im Rahmen der „European Solar Days“ organisiert wurde. Nichtsdestotrotz bekamen auch die Luzerner etwas zu sehen: Ein zweistöckiges Naturstamm-Blockhaus wurde auf dem Gelände der Sieber Holzbau AG aufgebaut und zu bestaunen gab es eine 1000 Quadratmeter grosse Photovoltaik-Anlage. Besonders beliebt war bei den zahlreichen Besuchern der Kran, mit welcher die Gegend rund um das Festgelände aus 53 Metern Höhe bewundert werden konnte. Einziger Wehrmutstropfen war an den beiden Ausstellungstagen in Triengen eigentlich nur, dass an den „Tagen der Sonne“ die Sonne ein eher seltener Gast war, wie unser Bild zeigt.

«Griechenland hat viel Licht und viel Schatten»

Werner van Gent dürfte vielen von uns aus kurzen Einschaltungen in der Tagesschau bekannt sein. Was er im Fernsehen jeweils nur in wenigen Sätzen zusammenfassen kann, darüber hielt van Gent in Menziken einen äusserst interessanten Vortrag. Doch auch er fürchtet eine Frage, die er nicht beantworten kann. Dieser Artikel erschien 2013 im «Wynentaler-Blatt» Nr. 15.

wernervangent«Griechenland versetzt mich nach 32 Jahren als Korrespondent heute noch täglich ins Staunen» sagt Werner van Gent über ein Land von dem er in den letzten Jahrzehnt jede mögliche Facette kennen gelernt hat. Nach dem Niedergang der Diktatur 1974 reiste der Journalist mit holländischen Wurzeln ab 1980 quer durch Europa um den Menschen Griechenland zu erklären. «Die Einschaltungen aus Athen werden meistens von einem kleinen Balkon im 6. Stock eines Hotels im Zentrum der Stadt gedreht» sagte der Referent auf die mögliche Frage, ob er jeweils wirklich in Athen stünde. «Diese Einschaltungen in den Newssendungen des deutschsprachigen Landes gaben mir Gelegenheit, in einem kleinen Zeitfenster zu erklären, was man eigentlich gar nicht erklären kann» präzisierte van Gent.

Meistens wird gestreikt
Einen Versuch Griechenland zu erklären unternahm der Holländer dennoch. «Wenn Sie morgen versuchen nach Athen zu fliegen, wird das nicht gehen, denn das Flughafenpersonal streikt. In der Griechischen Presse werden Sie darüber nichts finden, denn auch die Journalisten streiken.» Der Grund für die Proteste ist im ganzen Land ist überall der gleiche: die von der Regierung gefassten Sparmassnahmen werden zwar als sinnvoll erachtet, aber ganz bestimmt nicht im eigenen Unternehmen. Trotz der angespannten Lage, den Schulden und der schieren Ausweglosigkeit nehmen es die Griechen weitgehend gelassen. Lauthals gehen sie zwar auf die Strasse, doch in Panik verfallen die Griechen nicht. Sie verlassen sich auf das, was sie über Generationen zusammengehalten hat: Die Familie und die Kirche. «Am Ende der Vertrauensliste stehen die Politiker und die Journalisten», sagt van Gent dazu, «was das Misstrauen in jede vom Staat beschlossene Massnahme unterstreicht.»

Doch gerade der Staat zählt am Pelopones zu den besten Arbeitgebern. Wer einmal eine Anstellung hat, bekommt eine in der Verfassung verankerte lebenslange Arbeits- und Pensionsgarantie. «Lange wusste man nicht, wie viele Staatsangestellte Griechenland hat. Jede Gemeinde konnte beliebig Personal einstellen, welches vom Staat – eben bis zum Lebensende – bezahlt wurde. Erst bei einer Zählung, bei der sich jeder Bedienstete registrieren lassen musste, sank die Zahl der Angestellten auf heute 750’000. Siebenmal mehr als in Österreich, einem von der Bevölkerungszahl her vergleichbaren Land.

Die seit der Einführung des Euro ausgebrochene Geldverschwendung kam ebenso plötzlich wie die drastischen Sparmassnahmen die Griechenland seit 2006 und ganz besonders in den letzten Jahren auf internationalem Druck durchzuführen hatte. Dass nicht die Ausländer – die ihr Investitionskapital von den Banken zurück wollten – die Bösen im Spiel sind, wird nun langsam auch den Griechen klar. Man reisst sich zusammen, trotzt der Jugendarbeitslosigkeit von 60% und haltet sich an dem fest was sich immer Bewärt hat: Die Familie und die Kirche. «Doch gerade die Kirche» sagt van Gent, «bezahlt als zweitgrösste Vermögensbesitzerin keine Staatssteuern und trägt direkt zur hohen Verschuldung bei. Doch die Politiker die wiedergewählt werden wollen sind gut beraten, diese tief verwurzelten Institutionen nicht in Frage zu stellen.

Prozess dauert viele Jahre
Damit ist auch klar, dass sich mit der verfilzten, ja korrupten und mit Skandalen umwobenen Regierung nicht viel ändern wird. «Griechenland ist heute wie ein Ölstaat, dem das Öl ausgegangen ist». Van Gent spricht von «Defetismus», den sich die Griechen selbst angetan hätten. wernervangent2Welches die Lösung sei, so der Journalist, wisse er aber nicht. «In den Vorgesprächen mit der Tagesschau sage ich immer, sie sollen mich ja nicht fragen, wie es mit Griechenland weiter gehen soll. Ich weiss es nicht. Ich bin nur der Journalist der Geschehenes wiedergibt, nicht der Experte für Krisenbewältigung». In den letzten Jahren sei Griechenland jedoch einem starken Wandel ausgesetzt. Noch sei keine Struktur und keine Richtung zu erkennen, aber immerhin wachse das Bewusstsein, dass sich Griechenland – nicht zum ersten Mal in seiner Geschichte – vollkommen verändern muss. Ob es gelingen wird wusste auch nach der anschliessenden Fragerunde niemand. Den über 200 Zuhörern im Kirchgemeindehaus Menziken wurde die Eigenart Griechenlands jedoch ein Stück näher gebracht und allen wurde das Bewusstsein geschärft, dass in der heutigen Zeit nichts bleibt wie es ist. «Griechenland ist wie Licht und Schatten», sagte van Gent abschliessend. «Es gibt viele dunkle Seiten, doch könnte Griechenland auch ein Vorbote dessen sein, was uns in Resteuropa noch erwartet. Anzeichen dafür gäbe es in Italien oder Portugal schon – vielleicht täte unsereiner gut, sich in diesem Punkt von den Griechen zu lernen und uns auf traditionelle Werte zu verlassen, das zu würdigen was wir haben.

War das ein Jahr!

Mein einziger Vorsatz für das Jahr 2012 war, das neue Jahr zum besten von allen zu machen. Das Gute an solch schwammigen Vorsätzen ist, dass sie leichter einzuhalten sind – man kann es ja auslegen wie man will. Dass es dann aber gleich so gut werden würde, hätte ich nicht gedacht.

 

Am 15. Februar haben Anuschka und ich geheiratet. Festschmaus im McDonalds inklusive. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir uns exakt 131 Tage, doch bestand nie nur ein Hauch eines Zweifels, dass dies nicht der richtige Weg sein würde. Liebe auf den ersten Blick, endlich angekommen zu sein, das Gefühl zu Hause zu sein! Dazu kommen weit weltlichere Vorteile wie ein warmes Daheim, der sichere Hafen, eine blitzgescheite, intelligente Frau und die rattenscharfe Figur. Meine Frau gab mir Auftrieb, Selbstvertrauen und Sicherheit, Dinge, die das beste Jahr von allen erst möglich machten. So schenkte sie mir nur zwei Wochen nach der Hochzeit eine Begegnung mit Lucio Dalla. Als wir nach Luzern fuhren sagte sie noch zu mir: „Man weiss ja nie, ob es die letzte Gelegenheit ist, den Mann zu sehen“. Die Musik von Lucio Dalla begleitete mich immerhin mein ganzes Leben lang. Zu jeder Stimmung, zu jedem Bild, für jeden Kummer und für jede Freude, kenne ich ein Lied von ihm. Seine warme Stimme spendet Trost und Freude zugleich. Und ich sagte zu meiner Frau: „Du hast recht“ und flog mit ihr auf die Bühne und sang das Liebeslied „Caruso“. Nur zwei Tage nach dem Konzert starb Lucio Dalla.

 

In diesem Jahr gingen ohnehin viele, die uns alten Säcke begleitet haben. Whitney Houston, Timo Konietzka, Walter Roderer, Kurt Felix, Robin Gibb, Walo Lüönd, Leon Schlumpf, Scott McKenzie, Neil Armstrong, Richi Bucher, Otto Stich, Dirk Bach, Larry Hagmannn, Jack Klugmann. Sie alle erinnern uns an die eigene Sterblichkeit, an den Moment, in dem andere unsere Namen in einem Rückblick notieren werden. Unvergessen deshalb auch meine Mama, die nun schon zwei Jahre nicht mehr da ist. Und Eric, dessen Herz im Jahr davor einfach stehen blieb. Niemals würde ich ewig leben wollen, denn der Preis dafür wäre, immer alle gehen zu sehen. Wer könnte das aushalten!

 

Wir sprachen vom besten Jahr von allen. Da wäre zum Beispiel der FC Aarau zu erwähnen. Längst ein unwegknickbares Element in meinem Leben. Seit über zwei Jahren darf ich die Pressearbeit für meinen Lieblingsclub erledigen und habe zahlreiche tolle Begegnungen erleben dürfen. Ottmar Hitzfeld war sicher der berühmteste, aber daran beteiligt gewesen zu sein, die ganze Mannschaft aus dem Jahre 1985 zusammen zu trommeln, war auch ein ganz tolles Erlebnis. Das Weihnachtsessen mit dem ganzen Team und dem Staff war dann so was wie der Familienschlauch. Mein Schaffen als Pressemensch ist nun so weit gereift, dass ich viele Medienleute kennenlernen durfte und meine Arbeit weitum anerkannt wird. Ich habe mich dem Verband der Sportjournalisten angeschlossen und 1. Juni 2012 erschien mein erster Artikel im „Wynentaler-Blatt/Euses Blättli“. Dass es soweit kommen konnte, verdanke ich meiner lieben Frau, die jemanden kannte, der jemanden kannte, der jemanden suchte. Frieda Steffen ist im Suhrental eine Institution und mir kam die grosse Freude zuteil, sie in ihrem Gebiet unterstützen zu dürfen. Unglaublich, dass wir einander erst 43 Artikel später zu ersten Mal persönlich begegneten. Noch bevor dies geschah, empfahl sie mich dem Chefredaktor und dem Verleger der Regionalzeitung und seither habe ich meinen Traumjob im Sack.

 

Dieser Job löste und löst wie eine Welle anderer Dinge aus: Die beste Frau von allen muss nicht mehr 100% arbeiten gehen und ihr wird die Stelle im Solothurnischen genügen, damit wir alle Fünf über die Runden kommen. Sie hat bezüglich Arbeitsstelle einen Spiessrutenlauf hinter sich, bei dem die beteiligten Amtsstellen mehrheitlich das waren, was sie am besten können: Inkompet. Unglaublich, wie viel Arbeit alleine durch gegenseitiges Abschieben entsteht. Wäre nicht das vorbildliche Verhalten eines Betonmischers gewesen, der Bürokratie würde heute noch Vorschub geleistet.

 

Zur an diesem Ort zusammengefügten Familie Conoci gehören übrigens nicht nur Remo, Anuschka und Renato, sondern auch Katze Cheyenne und Kater Jesse James. Letzterer gesellte sich im Sommer zu uns. Renato zähle ich selbstverständlich auch „dazu“. Immerhin an 119 Tagen war er hier und ich habe jede einzelne Sekunde mit ihm genossen. Selbst dann, wenn er seine pubertären Launen ungefiltert an uns ausliess. Oder wenn er kurz vor Mitternacht entschied, morgen weder zur Schule, noch zur Mutter nach Hause gehen zu wollen. Wo soll man sein wie man ist, wenn nicht zu Hause? Und das zu Hause muss ja nicht an einem einzigen Ort sein, sondern ist da, wo das Herz ist. Dank dem guten Zusammensein und den hübschen kleinen Jobs die wir erledigen dürfen, kommt das mit der Kohle im neuen Jahr hoffentlich auch wieder ins Lot. Weil nämlich alles viel besser ist als vorher, sind auch Termine auf Ämtern und all das Zeug kein so grosses Problem mehr.

 

Es bleibt noch zu Danken, den zahlreichen Engeln, denen ich begegnen durfte. Michi, Dany, Tosci, Patrick, Marcel, Beat, Frieda und noch ein paar andere. Auf dass das neue Jahr zum besten von allen wird

Bilder: Hochzeitsessen im McDonalds, Lucio Dalla, FCA-Familientreffen mit Davide Callà und Alain Schultz, mein erster Wynentaler-Artikel, meine beiden zweibeinigen Schätzelis, Kater Jesse James.

Ehrlichkeit ist das was übrig bleibt, wenn der Rest unter den Teppich gekehrt ist.

Vor den Regierungs- und Grossratswahlen 2012 im Kanton Aargau fallen zwei kleine Gruppierungen auf, die den Wahlkampf aufmischen wollen. Parteimitglieder sind mehrheitlich unzufriedene oder heimatlose Politiker, die mit ihrer einstigen Partei das politische Heu nicht mehr auf der selben Bühne haben. Besser wäre es ohnehin, es gäbe gar keine Parteien mehr.

Es gibt immer weniger Menschen, die politisch aktiv sind. Einige Parlamentarier des Nationalrats denken sogar laut über einen Profi-Betrieb wie beim Fussball nach und hegen Absichten, das Hobby zum Beruf zu machen. Politiker zu werden scheint nämlich an Attraktivität verloren zu haben, nachdem Burnouts selbst bei der SVP auftreten, welche das Phänomen jahrelang als IV-Betrug bezeichnete. Weil auch die SP von ihrer Familienpolitik abrückt und langsam zur Frauenpartei wird, verwahrlosen einst eiserne Verfechter linker und rechter Überzeugungen im Nichts. Dazu passend der Slogan der SLB: „Nicht links, nicht rechts – sondern vorwärts“ – wo auch immer das sein soll.

SLB steht für „Sozial Liberale Bewegung“. Die politische Ungenauigkeit zeigt sich bei den Parteimitgliedern: Beat Leuenberger gehörte einst der SVP an, Ricardo Lumengo war Mitglied der SP. Ihre Gemeinsamkeit findet sich bei ihrem nicht ganz freiwilligen Abgang bei der jeweiligen Partei: Lumengo soll bei seiner Wahl in den Nationalrat gemogelt haben, Leuenberger wird verdächtigt bei der SVP eine interne Schlammschlacht inszeniert zu haben, nachdem er nicht mehr als Grossratskandidat aufgestellt wurde. Nun finden sich quasi Hinz und Kunz bei der „Partei der Heimatlosen“, wie die SLB schon scherzhaft genannt wurde.

Desorientierte können sich auch der DPS anschliessen, die „Direktdemokratische Partei“ die sich auch „soziale Haimatpartei“ nennet. Gründer der Partei Ignaz Baerth ist ein bekennender Rechtsradikaler und verliess die SVP im Streit – damit hätte ich noch nicht einmal ein Problem. Vielmehr ist die Verwirrung gross, wenn die DPS „für freie Meinungsäusserung“ eintritt, mir bei Facebook aber den Kommentar weglöscht, in dem ich Portraitbilder aus dem Biergarten und den militärischen schriftzug im Logo kritisierte. Als ich nachfragte wurde mein Zugang auf die Seite gesperrt… Das sind schon Zustände wie bei einem Fernsehsender den ich kenne.

Die Frage ist: Wem kann man noch trauen?

Als Wähler habe ich den Eindruck, mit den neuen Parteien sei der Politlandschaft nicht wirklich gedient. Und mit dem Zerfall der alten Parteien auch nicht. Ob es etwas bringt mit der Faust im Sack Politik zu betreiben und Begriffe wie „Sozial“ und „Meinungsfreiheit“ je nach Bedarf zu verbiegen, ist so eine Sache. Andererseits bringt es nichts, eigene (linke, mittlere und rechte) Denkweisen aufzuweichen, um möglichst viele Stimmen zu bekommen – um dann doch am Volk vorbei zu politisieren. Die von allen Seiten hochgehaltene Ehrlichkeit bleibt da ein bisschen auf der Strecke, wenn die Hälfte unter den Teppich gekehrt wird.

Es bleibt mir deshalb nur noch, Köpfe zu wählen. Die Listen 1-12 der Grossratswahlen im Kanton Aargau sind schon zu Notizpapier verarbeitet worden –  geblieben ist nur die leere Liste. Von den Genannten in diesem Artikel kommt da aber keiner drauf.

Die SP mag keine geschiedenen Väter

Soeben habe ich bei Politnetz.ch eine Grafik entdeckt, die mich schockiert hat. Bei der Frage nach der rückwirkend zu erteilenden elterlichen Sorge stimmte praktisch das ganze Parlament zu Gunsten der Gleichbehandlung. Nur die SP – Familienpartei, sozial engagiert und für die Rechte der Kleinen einsetztend – will nichts von gleiche Rechte für Väter wissen: Die SP mit der höchsten Enthaltungsquote und dem grössten NEIN-Anteil. Bei Lohngleichheit und Frauenquoten steht die SP sofort auf dem Teppich und die Väter werden quasi jetzt zum Ausgleich bestraft, weil es ja Männer sind? Damit ist die SP unwählbar geworden.

Worum ging es? Väter oder Mütter, die bei der Scheidung auf das Sorgerecht für ihre Kinder verzichten mussten, sollen dies bald ändern können. Der Nationalrat hat beschlossen, dass die gemeinsame elterliche Sorge auch rückwirkend der Normalfall sein soll. Der Entscheid fiel mit 109 zu 63 Stimmen bei 1 Enthaltung. Der Nationalrat will mit der Revision des Zivilgesetzbuches getrennten oder geschiedenen Eltern im Normalfall das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder zuteilen. Nun beschloss er, bereits geschiedenen Vätern und Müttern zu ermöglichen, rückwirkend das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen – egal, wie lange die Scheidung her ist. In der Gesamtabstimmung hiess der Nationalrat die Gesetzesänderungen zum Sorgerecht schliesslich deutlich mit 151 zu 13 Stimmen bei 9 Enthaltungen gut. Die Eckwerte der Vorlage hatte er bereits am Dienstag festgelegt.

Bleiben noch zwei Fragen: wo kann ich das Sorgerecht beantragen und welche Partei soll ich Zukunft wählen? – Bei Politnetz.ch gibts zahlreiche Filter und Optionen, die anschaulich zeigen, wer bei welchem Geschäft wie abgestimmt hat.